Der Sternberg

Der Sternberg bei Ramallah (Palästina)

Ein Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen

 

Ein Überblick

Der Sternberg wurde 1960 als Leprastation von der Herrnhuter Missionsschwester Johanna Larson gegründet. Mit der Eindämmung der Lepra-Krankheit in Palästina konnte der Sternberg einem neuen Zweck übergeben werden. Es entstand eine Schule für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Kinder, die bisher versteckt wurden, weil es sie nicht geben durfte, fanden und finden heute im Sternberg ein Zuhause, werden liebevoll gefördert und in ihren Heimatdörfern integriert.

 

Sternberg heute

Der Sternberg beherbergt heute eine Tagesschule für ca. 70 Kinder und Jugendliche mit Behinderung aus christlichen und muslimischen Familien. Die Schulleiterin Ranya Karan, führt die Schule nach den geltenden Grundsätzen der Heilpädagogik. Ihr zur Seite stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schule, der Physio- und Ergotherapie,  in der Küche, im Hausdienst und in der Berufsbildung für Jugendliche.

 Der Sterneberg ist noch heute mit der Herrnhuter Mission verbunden.  

Die Finanzierung erfolgt ausnahmslos über Spenden.

 

Der Sternberg und seine vier Aufgabenbereiche

Förderschule: Kinder mit Behinderung werden gezielt gefördert in Gruppen- und Einzelunterricht – Mahltherapie - Sport und einem speziell ausgearbeiteten Programm im Autismus-Spektrum.

Dorfarbeit/Sozial- und Familienarbeit:  Besuche in Schulen und Kindergärten in den Dörfern der Umgebung  - Aufklärungsarbeit. Betreuung von Gruppen vor Ort. Beratung von Familien und Einrichtungen. Zusammenarbeit mit Institutionen. Damit werden ca.300 Kinder zusätzlich erreicht.

Berufsausbildung: Jugendliche erhalten eine Ausbildung in der Landwirtschaft und in Haus– und Handarbeit. Sozialpädagogische Betreuung über die Schulzeit hinaus in der Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben.

Integrativer Kindergarten: Besonders wichtig für die Früherfassung ist der Kindergarten. Er wirkt integrativ, das heisst Kinder mit und ohne Behinderung werden gemeinsam betreut und gefördert. Der Kindergarten ist damit auch international, weil Kinder von Familien, die für eine Zeit in Palästina leben und arbeiten hier den Kindergarten besuchen. Enge Zusammenarbeit mit Institutionen.

 

Offener Geist

Auf dem Sternberg wird ein offener Geist gepflegt. Nicht nur die Kinder kommen aus christlichen und muslimischen Familien, auch die Mitarbeitenden stammen aus beiden Religionen. Die Arbeit und der Einsatz für die Schwächsten in der Gesellschaft verbindet über Völker- und Religionsgrenzen hinweg.

Trotz den erschwerten Lebens- und Arbeitsbedingungen in einem be-setzten Land und dem Leben jen-seits der Mauer blüht der Sternberg und ist eine menschliche Oase.

 

Warum ist der Sternberg das Pfarreiprojekt von St. Martin?

Im Oktober 2010 führte uns eine Pfarreireise nach Palästina/Israel und damit auch auf den Sternberg im besetzten Westjordanland bei Ramallah. Der Besuch in der Tagesschule für Kinder und Jugendliche mit Behinderung hat alle Reiseteilnehmenden sehr berührt. Bereits auf der Reise wuchs der Gedanke, diese Schule ideell und finanziell zu unterstützen.

Nach der Rückkehr wurde der Sternberg im Pfarreiforum (Pfarreirat) Thema. Die Forums-Versammlung beschloss im Frühjahr 2011 den Sternberg für die nächsten Jahre nachhaltig mit jährlich 20'000 Euro zu unterstützen. Mit diesem Beitrag, der jedes Jahr durch Spenden und Aktionen zusammenkommt, werden die Löhne der Mitarbeitenden mitfinanziert. Es ist wichtig, dass gerade gut ausgebildete christliche Mitarbeitende im Land und damit an dieser Schule bleiben.

Wir erlebten in Palästina eindrückliche Gastfreundschaft, Menschen-freundlichkeit trotz zum Teil bitterer Armut.

 

Darum: Jeder Franken zählt!

Katholisches Pfarramt St. Martin Illnau-Effretikon/Lindau/Brütten

Projekt Sternberg • 8307 Effretikon • PC-Konto: 85-292748-9

 

Jeder gespendete Franken erreicht sein Ziel. Der administrative Aufwand wird ehrenamtlich geleistet, die Rechnungsführung übernimmt die Pfarrei.